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Osteoporose-Patienten erhalten selten die richtige Therapie

Die deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie kritisiert, dass von den 6,5 Millionen Osteoporose-Erkrankten in Deutschland nur rund 10 bis 20 Prozent eine leitliniengerechte Therapie erhalten. Diese beinhaltet regelmäßige Bewegung. Kontinuierliche körperliche Belastung sorgt dafür, dass Knochenmasse aufgebaut wird und die Knochendichte zunimmt. Daher muss für eine effektive Osteoporose-Prävention die Koordination der gefährdeten Personen geschult und ihre Muskelkraft trainiert werden, um Stürze zu vermeiden. Die aktuelle Leitlinie soll in kürze überarbeitet veröffentlicht werden. Die Ausgabe 2009 können sie einsehen unter www.dv-osteologie.org/dvo_leitlinien/dvo-leitlinie-2009

Wenn Sie von Osteoporose betroffen sind, können Sie sich in einer Einzeltherapie, über das Gesundheitstraining oder auch im Rahmen des Rehasports bei uns behandeln lassen! Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

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Physiotherapie bei Meniskusriss besser als Knieoperation

Das Ergebnis einer finnischen Studie zeigt ein für die Physiotherapie schönes Ergebnis

Bei Meniskusrissen im Kniegelenk wird in Deutschland meistens operiert. Ein unnötiger Eingriff, wie eine Studie aus Finnland zeigt, die jetzt im Fachmagazin New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Die Schmerzen lassen sich mindestens genau so gut mit einer physikalischen Therapie behandeln.

 

An der Studie nahmen 146 Patienten im Alter von 35 bis 65 Jahren mit klinischen Hinweisen auf einen Meniskusriss sowie schon länger andauernden Knieschmerzen teil. Die Probanden kamen aus fünf verschiedenen Kliniken, die nach Zufallsprinzip in zwei Therapiegruppen aufgeteilt wurden.

In der einen Gruppe wurde den Erkrankten im Verlauf einer Arthroskopie die abgesprengten Teile des Meniskus endoskopisch entfernt. In der Kontrollgruppe wurde dagegen lediglich eine Schein-Operation vorgenommen.

Auch ohne OP beschwerdefrei

Zwölf Monate nach der Operation äußerten sich beide Gruppen zufrieden über den Zustand ihrer Knie und gaben an, weniger Schmerzen zu haben. Von den Patienten, die sich einer Teilresektion unterzogen hatten, würden 93 Prozent wieder die gleiche Behandlung wählen, in der Gruppe mit der Schein-Operation sogar 96 Prozent, heißt es in der Pressemitteilung der Universität Helsinki.

„Basierend auf diesen Ergebnissen sollten wir die übliche Praxis, Teile des Meniskus zu entfernen, in Frage stellen und auf Training und Rehabilitation setzen“, so die Orthopäden um Raine Sihvonen von der Hatanpäa-Klinik in Tampere. So könnten allein in Finnland 10.000 unnötige Operationen pro Jahr vermieden werden.

Service

Ein kostenloses Abstract finden Sie im Internet unter www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1305189.

Neu in Eggenfelden: Rehasport – Training für alle!

Seit Februar bieten wir REHABILITATIONSSPORT, kurz Rehasport, im fi-tz eggenfelden an.

Teilnehmen kann jeder, der körperliche Einschränkungen hat oder befürchten muss. Bei bestehenden Einschränkungen oder Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Osteoporose, Krebs, Übergewicht, Mulitpler Sklerose, Parkinson etc. hat jeder niedergelassene Arzt die Möglichkeit, Rehasport zu verordnen. Dabei trainieren die Teilnehmer unter der Anleitung einer eigens dafür ausgebildeten Physiotherapeutin einmal wöchentlich eine Stunde lang.

Wir bieten Rehasport auch in Gangkofen und in Pfarrkirchen an. Falls Sie teilnehmen wollen oder Fragen haben, rufen Sie uns bitte an im tz unter 08721 4545. Wir helfen Ihnen gerne und freuen uns über Ihr Interesse!

Informationen für unsere Patienten, Interessierte, Kunden und verordnende Ärzte

Liebe Patienten und Trainierende,

liebe Ärzteschaft,

dieser Artikel versucht, einen kurzen Überblick über die Verordnungssituation im Heilmittelbereich zu geben. Mit Beginn des neuen Jahres treten mit der weiteren Umsetzung des Heilmittelstrukturgesetzes Änderungen in Kraft, die es Ärzten erleichtern sollen, Heilmittelverordnungen (also Rezepte für Krankengymnastik, Massage, usw.) auszustellen.

Patienten haben einen Rechtsanspruch auf notwendige Versorgung.

1. Richtgrößen

sollen die ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Patienten mit Leistungen sicherstellen. Jeder Arzt soll sich in seinem Verordnungsverhalten an diesen Richtgrößen orientieren. Überschreitet er diese Richtgröße in einem bestimmten Zeitraum um mehr als 25 %, so muss er dies rechtfertigen. Dabei kann er mit Praxisbesonderheiten argumentieren (z.B. viele multimorbide oder  Rheuma-Patienten etc.). Patienten mit langfristigem Behandlungsbedarf werden in der Richtgrößenprüfung nicht berücksichtigt. eine Überschreitung der Richtgröße z.B. bei Heilmittelverordnungen kann der Arzt außerdem ausgleichen, wenn er in anderen Bereichen eingespart hat (z.B. bei Arzneimitteln). Im Übrigen kann der Arzt sich auf ein Urteil des Bundessozialgerichts aus dem Jahr 2006 (Az: B 6 KA 7/06 R) berufen. Das Urteil in der Zusammenfassung:

– Die Heilmittel-Richtlinie bietet Sicherheit für eine wirtschaftliche Verordnung von physiotherapeutischen Leistungen, da die Verordnungsmengen, die dort vorgegeben sind, sowohl für die Erstverordnung als auch für alle eventuell folgenden Verordnungen im Regelfall als wirtschaftlich anzusehen sind.Diese Schutzwirkung gilt auch für Verordnungen außerhalb des Regelfalls, wenn Patienten eine Behandlung ohne Therapiepause benötigen und der Arzt dies mit prognostischer Einschätzung links unten auf dem Rezept begründet.  Ärzte sind daher vor Regress geschützt, wenn sie die Vorgaben der Heilmittel-Richtlinie beachten und danach die Therapieentscheidung im Einzelfall treffen. In begründeten Einzelfällen kann der Arzt zudem von den Regel-Vorgaben der Heilmittel-Richtlinie abweichen.

Heilmittel, die den Heilmittelrichtlinien entsprechen, fallen also entsprechend aus der Wirtschaftlichkeitsprüfung heraus!

Wir Heilmittelerbringer helfen also mit unserer vom Gesetzgeber auferlegten Kontrollpflicht dem Arzt bei der Einhaltung der Richtgrößen.

2. Langfristiger Behandlungsbedarf

Versicherte mit langfristigem Behandlungsbedarf haben seit Inkrafttreten der neuen Heilmit-tel-Richtlinie im Juli 2011 die Möglichkeit, sich den langfristigen Behandlungsbedarf von der jeweiligen Krankenkasse für einen längeren Zeitraum genehmigen zu lassen. Einen Vordruck dafür bekommen Sie von uns an der Rezeption.

Hinweis für Patienten
Patienten, die der Auffassung sind, dass ihnen für medizinisch notwendige Heilmittel eine ärztliche Verordnung vorenthalten wird, können sich an ihre Krankenkasse wenden. Diese ist dazu verpflichtet, die Versicherten über ihre Rechte und Pflichten in der gesetzlichen Krankenversicherung aufzuklären. Sie kann ihrerseits bei der Kassenärztlichen Vereinigung eine Überprüfung des Verordnungsverhaltens des Vertragsarztes im Einzelfall veranlassen. Versicherte können sich auch unmittelbar an die Aufsichtsbehörde der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Dies ist das jeweils zuständige Landesministerium (i.d.R. das Ministerium für Soziales/Gesundheit). Auch der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, steht als Ansprechpartner für betroffene Patienten zur Verfügung (Tel.: 030 18 441 3420). Auch gibt es seit Februar 2011 wieder unter einer kostenlosen Rufnummer die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) (Tel.: 0800 0 11 77 22).

Wir hoffen, mit diesem Artikel etwas Übersicht in die momentan für alle verwirrende Situation bringen zu können. Falls der Artikel inhaltliche Fehler enthält, weisen Sie uns bitte darauf hin. Wir sind dankbar um jeden Beitrag.

ab 01. Januar neue Verordnungsregelungen für Physiotherapie

Zum Jahresbeginn 2012 trat das Heilmittelstrukturgesetz in Kraft. Es soll u.a. die physiotherapeutische Versorgung von Patienten mit langfristigem Behandlungsbedarf verbessern. Zur Jahresfrist wird nun mit der Umsetzung begonnen werden…. Wir Heilmittelerbringer erwarten gespannt, wie kompliziert es diesmal für Arzt, Patient und uns werden wird. So kurz und verständlich wie bei physio.de fanden wir die neuen Regelungen nirgends:

http://physio.de/php/meldung.php3?id=8025

SEIT 01. DEZEMBER 2012: tz gangkofen

Rechtzeitig vor Weihnachten und vor dem prophezeiten Weltuntergang haben wir unser neues

therapie- und trainingszentrum gangkofen

eröffnet – direkt am Marktplatz mit unserem erfolgreichen Konzept einer Verbindung aus gesundheitsorientierten Training und Physiotherapie

Eindrücke unter http://www.facebook.com/tzgangkofen

 

Tel 08722 969 27 37

Fax 08722 969 27 39

info@tz-gangkofen.de

Je früher die Physiotherapie, desto geringer die Behandlungskosten von Rückenschmerzen!

Neue Studie zu Rückenschmerzen
Je eher die Physiotherapie, desto geringer die Behandlungskosten

30.06.2012  

Die Universität von Utah (USA) hat eine Studie zum Thema Rückenschmerz durchgeführt und dabei untersucht, ob der Beginn der physiotherapeutischen Maßnahmen eine Rolle spielt.

Dafür untersuchten die Forscher 2.234 Patienten im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, die allesamt aufgrund von Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule den Arzt aufgesucht haben. Die Patienten wurden im weiteren Behandlungsverlauf zum Physiotherapeuten geschickt; davon durften einige innerhalb der ersten 14 Tage therapeutische Maßnahmen erfahren, andere wiederum mussten bis zu 90 Tage auf eine Behandlung warten.

Das Ergebnis fiel, wie zu erwarten, positiv zugunsten eines frühen Beginn aus: So konnten die Behandlungskosten durch eine frühe Intervention deutlich gesenkt werden. Patienten, die nach der Konsultation des Arztes spätestens 14 Tage später auf der physiotherapeutischen Behandlungsbank lagen, suchten anschließend zu 74 Prozent den Arzt nicht mehr auf.

Es gab bis zu 55 Prozent weniger Operationen und zu 58 Prozent weniger Injektionen. Daraus resultiert eine Kostensenkung um bis zu 2.736 US$ pro Patient im Gegensatz zu denen, die nicht so schnell in den Genuss der Physiotherapie kamen.

Ergo: Die Ärzte sind zwar schnell mit den Verordnungen von Schmerzmittel, Akupunktur oder weiteren ärztlichen Maßnahmen, aber die Patienten werden mitunter zu spät zur Physiotherapie geschickt. Ein zügiger Anfang von physiotherapeutischen Maßnahmen oder beispielsweise eine empfohlene Zeitspanne könnten die Behandlungskosten deutlich senken.

Aus: physio.de Newsletter 261 vom 13.07.2012

Fernsehbericht zur Abrechnungssituation der Physiotherapeuten

Frontal 21 hat einen Bericht zum Bürokratie-Wahnsinn bei der Abrechnung erbrachter Leistungen von Physiotherapiepraxen gesendet.

Wir können dem Inhalt dieses Berichtes nur zustimmen.

Wir bitten gleichzeitig alle unsere Patienten, die wir aufgrund der uns auferlegten Prüfpflicht nochmal zum Arzt schicken müssen, um Entschuldigung und Nachsicht. Es bleibt uns und allen anderen Heilmittelerbringern jedoch keine andere Wahl.

Hier der Bericht:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1647774/Buerokratenwahn-beim-Physiotherapeuten#/beitrag/video/1647774/Buerokratenwahn-beim-Physiotherapeuten

Verordnung für Heilmittel ausstellen – richtig gemacht mit dem AOK Quickcheck

Ein Rezept für Krankengymnastik zu verordnen war mal einfach: Diagnose und Verordnungsmenge auf einen A6-Vordruck – fertig. Diese Zeiten sind vorbei. Wer heute als Arzt ein Rezept richtig ausstellen will, muß vorher den Heilmittelkatalog kennen. Wir als Praxis für Physiotherapie sind verpflichtet, Rezepte auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Falsch ausgestellte Rezepte werden uns von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Die AOK hat eigens einen „Verordnungstrainer“ eingerichtet. Hier können Ärzte trainieren, wie´s geht.

 

Welcher Laufschuh ist der Beste?

17 Millionen Hobbyläufer in Deutschland wollen gute Laufschuhe. Die Beratung im Sportgeschäft führt nach einer mehr oder weniger fundierten Laufanalyse zu einem mehr oder weniger teuren Laufschuh. Doch welcher ist nun wirklich der Beste? Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Dämpfungsgedanke aufgeblasen wurde bis man den Eindruck hatte, dieses Thema dämpft vor allem die Hirne der Schuhdesigner, entwickelt sich aktuell ein neues Paradoxon zum Kult: Der „Barfußschuh“.

Ein kundiger und interessanter Verfechter des Barfußlaufens ist  Daniel Lieberman, ein Harvard-Biologe, der in seinen Studien Barfuß- und Schuhläufer verglich. Das Ergebnis: Barfußlaufen verringert die Stoßbelastung des Körpers durch vermehrte Landung auf dem Vorfuß. Das klärt zwar noch lange nicht die Frage nach dem besten Laufschuh, gibt aber Anlaß zu einer Neubewertung gängiger Sichtweisen.

Eine Studie der Universität Calgary hat herausgefunden, dass Läufer, die den subjektiv bequemsten Schuh wählten, weniger Energie verbrauchten als beim Laufen in subjektiv unbequemen Modellen. Sicher nicht förderlich ist eine hohe Sprengung, also ein Höhenunterschied zwischen Vor- und Rückfuß von mehr als 8 bis 10 Millimetern. Welcher Laufschuh ist also nun der Beste? Vielleicht sollte man eine manchmal vernachlässigte und vergessene Idee wiederbeleben: DER, DER AM BESTEN PASST!